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20.07. (Mi) - Mangroven, Gemüse & Froscheileiter

Begonnen hat der Tag heute wie immer mit dem Treffen an der Sprachschule. Nachdem wir festgestellt hatten, dass Herr Guckes aufgrund des Durchweichens seines Reisepasses unter anderem den Tag damit verbringen würde, die Deutsche Botschaft aufzusuchen, fuhren wir ohne ihn mit dem Bus los zum Sungei Buloh Wetland Reserve.
Dieser ist ein etwa 139ha großer Nationalpark im Nordwesten Singapurs, von dem wir uns Aussicht auf Mangroven und Wildtiere versprachen.

 


Die Führung dort dauerte knappe zwei Stunden, bei der wir vom deutschsprachigen Guide über die unterschiedlichsten Lebewesen der Flora und Fauna des Nationalparks aufgeklärt wurden. Zu sehen bekamen wir beispielsweise Warane an Land und im Wasser, für uns unbekannte Schneckenarten oder überdimensionale Spinnen mit dementsprechenden Netzen. Dies hatte zur Folge, dass es für einige etwas Überwindung gekostet hat, die Brücke unter den Spinnen zu überqueren.



Mit den Gedanken noch bei den vergangenen gemeinsamen Mittagessen asiatischen Stils waren die Erwartungen für das heutige Mittagessen nicht allzu hoch. Im Allgemeinen hoffte man auf etwas Essbares - umso größer war die Überraschung, als nach der Vorspeise schließlich Teller mit Pommes und Fleisch auf den Tischen platziert wurden. Die Freude darüber ließ sich buchstäblich auf den Gesichtern ablesen; umrahmt wurde das Highlight von einem Ständchen für unser Geburtstagskind Lena.
Gesättigt fuhren wir mit dem Bus weiter, um bei drei unterschiedlichen Farmen zu halten.
Bei der Bollywood Veggie Farm gab es allerlei Gemüse und Pflanzen zu beobachten beziehungsweise zu probieren. Viele der Blüten konnten nämlich gegessen werden und so verzehrten wir Minze, Melisse u.ä.


Weiter ging es zur Frog Farm, bei welcher uns zahlreiche Becken mit ausgewachsenen Frӧschen oder Kaulquappen erwarteten. Zwar war es zunächst interessant, die unterschiedlichen Entwicklungsstadien der Frösche zu sehen, allerdings verschwand die Zuneigung gegenüber der Froschfarm zunehmend – zumindest bei einigen von uns. Dies hatte damit zu tun, dass aufgrund von mangelnden Tierschutzgesetzen in Singapur die Frösche in entsprechenden Verhältnissen gehalten wurden. Vor allem sind uns die viel zu große Individuenzahl pro Becken und das Pflanzendefizit aufgefallen. Die Frösche waren nämlich nur von anderen Artgenossen und Wasser umgeben und hatten somit überhaupt keinen Bezug zum Leben in der Natur.

Obwohl viele von uns durchaus geübt sind im Umgang mit 2cl Gläsern und durchsichtigen Flüssigkeiten, brauchte es eine Weile, bis sie dazu bereit waren, Froscheileiter zu trinken. Dieser wurde uns nämlich als teure Delikatesse angeboten, genauso wie getrocknete Froschhaut als Snack oder die Haut ähnlich wie Leder als Handyhüllen.

Zur Ziegenfarm haben wir es nicht mehr geschafft, da diese bereits geschlossen hatte, als wir dort ankamen. Somit konnten wir keine Ziegenmilch probieren.

Abschließend kann ich sagen, dass ich den Gang durch den Nationalpark am Morgen sowie den Besuch bei der Veggie Farm durchaus lohnenswert fand, jedoch auf den Schock bei der Froschfarm, als dort hinter einer Glasscheibe Frösche geköpft und zerteilt wurden, lieber verzichtet hätte. Zwar ist diese Art der Tierhaltung hier anscheinend üblich und auch in Deutschland in Form der Massentierhaltung nicht fremd, aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mir diesen Anblick gerne erspart hätte.

 

 

Corinne

singapur2016 am 20.7.16 16:55, kommentieren

19.07. (Di) - Schultag #2

Heute war unser zweiter Tag auf der Schule unserer Austauschpartner. Das bedeutete für mich, dass ich um 7:30 Uhr aufstehen musste, damit wir um 8:00 Uhr losfahren konnten, denn der Unterricht meiner Austauschpartnerin beginnt Dienstags immer erst später, um 8:30 Uhr. 
Also wurden meine Austauschpartnerin und ich mit dem Auto zur Schule gefahren.
Bei der Schule angekommen ging es wieder am Security Mann vorbei und wir befanden uns auf dem Schulgelände.

Wir gingen zum Klassenraum und zehn Minuten später ging es mit dem Unterricht los. Als Erstes hatte meine Austauschpartnerin Sport. Das Wetter war nicht zu warm, sodass es angenehm war, draußen Sport zu machen. Zuerst warfen wir und einen Tennisball zu und später spielten wir Softball, das eine abgewandelte Form von Baseball ist. Das Softballspiel hat wirklich Spaß gemacht.

Nach dem sechzigminütigen Sportunterricht hatten wir erstmal ein halbe Stunde Pause, in der ich mit Obst kaufte.

Als die halbe Stunde vorbei war machten wir uns auf zum Chemieunterricht, der heute nicht im Labor stattfand, denn heute ging es um die Theorie. Es war etwas langweilig, da ich das Thema noch nicht behandelt hatte, aber die sechzig Minuten gingen schnell vorbei.
Nach Chemie hatte meine Austauschpartnerin noch GS, Governance & Society. In diesem Fach wurden drei Präsentationen gehalten, von denen ich nur die Hälfte verstanden habe. Aber ein interessantes Fach.

Danach haben wir uns etwas zu Essen in der Kantine gekauft. Ich holte mit Pasta, was wirklich lecker geschmeckt hat. Nach der halben Stunde Mittagspause hatte meine Austauschpartnerin Literatur, wo ich selbstverständlich mitgegangen bin. In Literatur würde ein großer Gruppentisch gebildet und wir sprachen über bestimmte Gedichte. Später würde die Klasse in zwei Hälften unterteilt und jede Gruppe kümmerte sich um ein Gedicht.

Um 14 Uhr war der Unterricht an der Schule beendet. Jedoch konnten wir noch nicht nach Hause gehen, denn wir mussten noch mit dem Bus zum Deutschunterricht ans MOELC (Ministry of Education Language Center) fahren. Nach der Busfahrt kauften wir uns alle noch ein Eis, bevor wir zum MOELC liefen. Die Deutschstunde dauerte von 15:30 Uhr bis 18:45 Uhr, was ich als lang empfunden habe, da in Deutschland kein Unterricht so lange dauern würde.

Als Erstes mussten wir eine Bildergeschichte schreiben und dann haben wir eine Hörverständisübung gemacht, die jeder der Schüler leicht fand. Um halb 6 hatten wir dann eine zehnminütige Pause. Danach ging es ab zurück zum Unterricht. Der Unterricht wurde mit der Kontrolle und der Vergleichung der Hausaufgaben durchgeführt.

Ich finde den Unterricht in Singapur ganz angenehm. Es herrscht eine ruhige Atmosphäre und dennoch reden die Schüler miteinander. 

Nach dem Deutschunterricht sie wir noch in den Hawker Center gegangen und haben dort gegessen. Wir waren dann schließlich um 20:20 Uhr zuhause und ich war froh, denn es war ein langer Tag gewesen.


Viele Grüße Lena


singapur2016 am 21.7.16 16:19, kommentieren